Hornstaad Hörnle Fundstelle

Hornstaad Hörnle

Diese bedeutende Siedlung wurde bereits 1856 entdeckt, auch viele Funde in der Dauerausstellung des Museums stammen aus Hornstaad. Die Siedlung wurde ab 1973 systematisch ausgraben und von 1982-1993 im Rahmen eines Schwerpunktprogrammes der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausführlich untersucht; es ist die bislang besten erforschte Pfahlbausiedlung am Bodensee.

Es konnten mehrere Bauphasen festgestellt werden, darunter auch ein Brandereignis, so dass ganze Hausinventare in den See fielen und somit erhalten bleiben. Die zahlreichen Funde, darunter auch viele Textilien, belegen weiträumige Handelsbeziehungen von Italien bis nach Nordwesteuropa. Die Siedlung konnte mithilfe der Dendrochronologie ins Neolithikum datiert werden, die ältesten Daten belegen die Erbauung der Siedlung im Jahr 3919 v. Chr.

Fundobjekte

Zu sehen ist hier eine Scheibe aus dunklem Metall mit kupfernen Stellen, auf schwarzem Grund. Oben eine Einkerbung und zwei kleine Löcher, eines davon ausgebrochen; in der Mitte ein unregelmäßiges Loch, um diesen Bereich herum sind zwei bis drei kleine Buckel zu erkennen; unten mittig ist eine kleine Einkerbung.
3910 v. Chr. 
Gaienhofen, LKr. Konstanz
Zu sehen sind 3 längliche graue Klumpen mit Zahnabdrücken auf schwarzem Grund.
3900 v. Chr. 
Gaienhofen, LKr. Konstanz
Zu sehen sind hier 14 helle, glänzende Lamellen, gefertigt aus Eberzähnen; es handelt sich um rechteckige Plättchen in unterschiedlichen Größen, zum Teil leicht mondförmig gebogen; jedes Stück zeigt mehrere, zumeist vier Bohrungen in den Eckbereichen. Alles im Bild auf schwarzem Grund.
3918–3902 v. Chr. 
Gaienhofen, LKr. Konstanz