Auf einen Blick
Mit dem aufschlussreichen Vortrag der beiden führenden Mittelalter-Archäologen Prof. Dr. Ralph Röber (Konstanz) und Dr. Jonathan Scheschkewitz (Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart) schließen wir die Vortragsreihe "Zwischen Antike und Mittelalter – Siedlung und Stadtwerdung im 1. Jahrtausend".
Während das 9./10. Jahrhundert in gesellschaftlicher und sozialer Hinsicht nahtlos an Entwicklungen des vorherigen Jahrhunderts anknüpft, werden in dieser Zeit in Südwestdeutschland erstmals Zentralorte als Ausdruck geistlicher und weltlicher Macht fassbar. Sie hatten verschiedene Funktionen, unter anderem konnten sie zur Repräsentation einer Elite oder als religiöses oder wirtschaftliches Zentrum dienten. Durch die Schriftquellen treten Pfalzorte und Königshöfe, aber auch Bischofssitze, Klöster und Stifte in Erscheinung, aus denen sich in den späteren Jahrhunderten florierende Städte entwickeln konnten. Deren Frühzeit wird durch die archäologischen Ausgrabungen der letzten Jahrzehnte zunehmend greifbar. Daneben treten auch andere Fundstellen mit ähnlichem Charakter in Erscheinung, deren einstige Bedeutung nur archäologisch nachweisbar ist.
Anmeldung erforderlich
Der Eintritt ist frei. Die Teilnehmeranzahl ist aufgrund der Raumkapazitäten begrenzt. Wir bitten um Anmeldung bis zum 16. November 2026 per Mail an buchungen@konstanz.alm-bw.de oder telefonisch unter +49 7531 9804-0.
Im Anschluss an den kostenfreien Vortrag lädt der Förderverein des ALM alle TeilnehmerInnen zu einem Umtrunk mit Gelegenheit zu Diskussion und Gesprächen ein.
Foto: Die dargestellten archäologischen Funde stehen stellvertretend für das frühe wirtschaftlichen Zentrum Ulm. Fragment einer Porphyrplatte aus der Pfalzkapelle, im 11. Jh. hergestellter Fingerring mit römischer Gemme, lokal geprägter „Ulmer Pfennig“ und Spielstein aus dem Bereich des Versorgungshofes der Pfalz, Aufnahme: ALM, Manuela Schreiner