Das Archäologische Landesmuseum Baden-Württemberg lädt von März bis September 2026 im Rahmen mehrerer Abende der Archäologie zu einer Vortragsreihe über den Wandel römischer Städte und Siedlungen nördlich der Alpen zwischen der römischen Antike und dem Mittelalter ein.
Städte und stadtähnliche Siedlungen waren zur Zeit der Römer nördlich der Alpen nichts Ungewöhnliches. Straßen, Plätze, Wohnhäuser, Werkstätten, Bäder – vielerorts prägte römische Urbanität den Alltag. Doch was geschah mit diesen Städten, als die römische Antike im 4. Jahrhundert n. Chr. zu Ende ging? Wurden sie aufgegeben, umgenutzt oder einfach anders weitergeführt? Über viele Jahrzehnte versuchte die Forschung, diese Fragen vor allem mit Hilfe weniger Schriftquellen zu beantworten und anhand verschiedener Modelle zu erklären.
Heute kann die Archäologie diese Debatte deutlich besser fassen als früher: Weil Städte mit antiker Vergangenheit inzwischen oft intensiv archäologisch begleitet werden (bei Bauarbeiten, in Grabungsprojekten und durch moderne Auswertungsmethoden), kommt allmählich Licht ins Dunkel. Veränderungen lassen sich nicht nur vermuten, sondern immer genauer im Boden nachweisen:
Genau hier setzt die Vortragsreihe des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg an. In mehreren Abenden von März bis September 2026 stellen Archäologinnen und Archäologen anhand der Städte Konstanz, Augsburg und Aachen – drei besonders aussagekräftige Schauplätze mit antiker Vergangenheit – neueste Forschungsergebnisse vor und laden zu einem spannenden Blick auf Kontinuität und Wandel früher Urbanität ein: Was blieb römisch geprägt, was wurde neu organisiert, und wie entwickelte sich daraus mittelalterliches Stadtleben?
Im Anschluss an die kostenfreien Vorträge lädt der Förderverein des ALM alle TeilnehmerInnen zu einem Umtrunk mit Gelegenheit zu Diskussion und Gesprächen ein.
- 05.03.2026, 18 Uhr: „Konstanz, Münsterhügel: Da kennt man doch schon alles, oder?“;
- Referentinnen: Caroline Bleckmann M.A. und Dr. Natalie Pickartz
- 07.05.2026, 18 Uhr: „Aachen zwischen Römerzeit und Karl dem Großen“; Referent: Andreas Schaub, M.A.
- 24.09.2026, 18 Uhr: „Zwischen Augustus und dem heiligen Ulrich - Augsburg im ersten Jahrtausend“; Referent: Dr. Sebastian Gairhos
- 19.11.2026, 18 Uhr: "Orte der Macht – Zentralorte als Ausdruck frühmittelalterlicher Herrschaft in Südwestdeutschland", Referenten: Prof. Dr. Ralph Röber und Dr. Jonathan Scheschkewitz
Veranstaltungsort und Anmeldung
Veranstaltungsort: Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg. Eintritt frei, begrenzte Teilnehmeranzahl. Anmeldung per Mail an buchungen@konstanz.alm-bw.de oder telefonisch unter +49 7531 9804-0.
Nähere Infos zu den einzelnen Vorträgen (Tab "Veranstaltungen")
