Feier Eintritt ab 17 Uhr während der Sommerferien vom 28.07. bis 11.09.!

Pfahlbauten Dauerausstellung

Öffnungszeiten

Heute geöffnet bis 18 Uhr

Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr
Feiertage 10 bis 18 Uhr
Montag geschlossen
Eintrittspreise
Dauerausstellung 6,00 €
Dauerausstellung ermäßigt 5,00 €
Dauerausstellung bis 18 Jahre frei
inkl. Sonderausstellung 7,00 €
inkl. Sonderausstellung ermäßigt 6,00 €
inkl. Sonderausstellung bis 18 Jahre frei
Adresse
Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg
Benediktinerplatz 5
78467 Konstanz
Heute

Beschreibung

Die "Welt der Pfahlbauten" präsentiert sich im modernen Outfit und beleuchtet nach den neuesten Forschungsergebnissen Handelskontakte, Wirtschaftsweisen, Lebensgewohnheiten und Kult in der stein- und bronzezeitlichen Pfahlbauzeit. Der begehbare Nachbau eines Pfahlbauhauses sowie zahlreiche, z. T. einzigartige Funde, dokumentieren eindrucksvoll die mehr als 3.000-jährige Geschichte der Pfahlbauten in der Bodenseeregion.
Seit 2011 gehören 111 Pfahlbaufundstellen rund um die Alpen zum UNESCO-Weltkultur-Erbe.  Die jungneolithischen, bronze- und eisenzeitlichen Pfahlbau-Siedlungen gewähren einzigartige Einblicke in die Welt der frühen Bauern, deren Alltagsleben, Landwirtschaft, Viehzucht und technische Innovationen. Hierzu gehören die Erfindung von Rad und Wagen um 3.400 v. Chr. und die Entstehung der Kupfer-, dann der Bronzemetallurgie, die ab 2.000 v. Chr. zu einer Revolution der gesellschaftlichen Verhältnisse führte.

Themenbereiche

Raum 201 | 202 | 203 – Die Pfahlbauten  Die Zeit der Pfahlbauten dauerte etwa 4.000 Jahre, die Siedlungen verändern sich im Laufe der Zeit und spiegeln dabei die technologische Entwicklung wider, die Erfindung des Rads machte z.B. Straßen notwendig. Die in der Bronzezeit aufkommenden Palisaden zeigen, dass nun Besitztümer verteidigt werden mussten.  
Raum 201 | 202 | 203 – Die Pfahlbauten  Viele Bauhölzer und Werkzeuge sind aufgrund des Sauerstoffabschluss unter Wasser sehr gut erhalten. Mit der Dendrochronologie lassen sich viele Hölzer auf das Fälljahr genau bestimmen und ermöglichen so detaillierte Aussagen über die Baugeschichte der Siedlungen. Holz wurde auch für Werkzeugteile wie z. B. Griffe oder Stiele verwendet, deren ausgeklügelte Form oft den heutigen Ansprüchen an ergonomisches Werkzeug vollkommen genügen wurde 
Raum 201 | 202 | 203 – Die Pfahlbauten  Die älteste Wandmalerei nördlich der Alpen gibt Rätsel auf. In jahrelanger Kleinarbeit wurden tausend Fragmente aus Lehm neu zusammengesetzt. Sie stammen aus der Pfahlbausiedlung Ludwigshafen-Seehalde. Sieben dieser lebensgroße stilisierte Frauenfiguren mit plastisch modellierten Brüsten waren mit Kalkfarbe an die Wand eines Hauses gemalt. Sind es Göttinnen? Ahnfrauen eines Stammes? Wir zeigen die Rekonstruktion dieser einmaligen Malerei in Originalgröße. 
Raum 201 | 202 | 203 – Die Pfahlbauten  Auch die ältesten Textilien der Welt stammen aus den Pfahlbauten. Matten, Taschen und Körbe, Hüte, Schuhe, und Umhänge wurden in den Pfahlbauten gefunden. Daneben haben sich auch verschiedene Arten von Schnüren und Seilen erhalten. So stellte man bereits sehr feinmaschige Netze für den Fischfang, aber auch sehr robuste Seile her. In erster Linie wurden Linden- oder Eichenbast, Birkenrinde und Lein verarbeitet. Auch die Geräte zur Textilherstellung (Spinnwirtel, Spindeln, Webgewichte, Kämme und Hecheln) geben Auskunft über die Textilverarbeitung in der Steinzeit. 
Raum 201 | 202 | 203 – Die Pfahlbauten  Die „Pfahlbauzeit“ war keine einheitlichen Kulturgruppen. Über die Jahrtausende gab es viele unterschiedliche Kulturgruppen, die sich in ihrer Sachkultur wie der Keramik, den Waffen und Werkzeugen unterscheiden lassen. Die Kulturen gingen zudem nicht nahtlos ineinander über, es gibt auch immer wieder Siedlungslücken. Die Siedlungen der Bronzezeit läuten das Ende der Pfahlbauzeit ein. 
Raum 201 | 202 | 203 – Die Pfahlbauten  Holzräder und -achsen gehören zu den herausragenden Funden der Pfahlbauten. Sie zahlen zu den ältesten Belegen von Wagen weltweit. Vor den Rädern nutze man Schleifen und für den Transport zu Fuß Tragegestelle aus Holz und Bast. Viele Funde wie Perlen, Feuersteingeräte, Muscheln oder Bernstein oder sogar aus Kupfer in den Pfahlbauten belegen, dass es in dieser Zeit ein weit ausgebautes Handelsnetz durch ganz Europa gab und der Fernhandel blühte. 

Objekte in der Ausstellung

2900 - 2800 v. Chr.
3917-3909 v. Chr.
3917-3909 v. Chr. 
3917-3909 v. Chr.
3917-3909 v. Chr.
3917 - 3909 v. Chr.

Raumplan